Nutzungsbedingungen

Nachbau und Nutzung der Hänger geschehen auf eigene Gefahr.

Ihr müsst euch die Konstruktion und Wirkungsweise klar machen, um den Hänger sicher bedienen zu können und seine Grenzen einschätzen zu können. Dazu sind die Bilder mit Anmerkungen auf der Hauptseite hilfreich.

Bei jeder Übergabe eines Hängers ist eine Einweisung durch die Verleihenden wichtig. Der Hänger darf nur von Personen gefahren werden, die bei einer Einweisung anwesend waren.

Hier die wichtigsten Punkte in Kurzform:

  • Allgemein: Grenzen der Technik bewusst sein (Fahrradtechnik ist keine Agrartechnik)
  • > 10 cm Platz zwischen Vorderrad der Carla und dem Hinterrad des Zugrades vorhanden? (Auflaufbremsverstellweg + Puffer)
  • > 5 cm Platz zwischen Deichselstange und Gepäckträgerende vorhanden? (Kollissionsgefahr bei Bodenwellen/ Kurven)
  • Fixierung der Bowdenzüge an Bremshebeln fest?
  • Anhalten bergauf: Hänger zieht!
  • Bergabfahrten: Die Workshop-Carlas sind mit hydraulischen Felgenbremsen gebremst. Bei warmem Wetter und langen, steilen Abfahrten können die Felgen so heiß werden, dass die Schläuche platzen – insbesondere, weil die Felgen mit 20″ eher klein sind. Darum sollten die Felgen zwischendurch auf Hitzeentwicklung geprüft werden.
  • mit angemessener Geschwindigkeit fahren, bedachtes Fahren: Überfahren von leichten Bodenwellen/ Kanten/ Schlaglöchern/ etc. nur in Schrittempo –> Abbremsen
  • Breite und Kurvendrift beachten: Kurven ausfahren und Abstand halten
  • Autos und Überholen: Wer sich an den Straßenrand zwängt ermuntert Autofahrer*innen erst recht zu riskanten Überholmanövern; Geduld ist hier die bessere Strategie – in der Mitte fahren
  • unbeladen neigt der Hänger zum Springen, sodass er durchaus umkippen kann –> also auch mit leerem Hänger vorsichtig und mit angemessener Geschwindigkeit fahren
  • maximale Zuladung 150 kg – aber mit Bedacht
  • Ladungsschwerpunkt ok? (Überlastung des Vorderrades vs. Bodenhaftung)
  • Ladungssicherung –> Sind ausreichend Gurtbänder vorhanden?
  • Hänger im Stand mit Handbremse fixieren und auf sicheren Stand achten, damit das Zugrad beim Beladen nicht umgeschmissen wird
  • Zustand der Technik: Lagerspiel in Achsen und Steuerlager, Speichenspannung, Bremsbeläge, Schmierung, Verschraubungen, Korrosionsschutz
  • Witterungsschutz
  • Diebstahlsicherung? Schloss dabei?
  • Zugfahrrad in verkehrssicherem Zustand? (Bremsen!)

Vor jedem Fahrtantritt muss ein kurzer Funktionstest durchgeführt werden. Dies betrifft vor allem die Auflaufbremse und Kupplung:

  • Blockieren die Räder beim Zurückschieben? = positiver Funktionstest der Auflaufbremse
  • Ist die Kupplungs-Schelle am Sattelrohr fest?
  • Ist die Kupplungs-Mutter gegen den Gummischlauch verspannt, damit sie sich nicht während der Fahrt öffnen kann?
  • Ist die Gummilagerung der Kupplung mittels Fahrradschlauch vorhanden, damit die Kupplungsöse gut geführt ist?
  • Ist die Nabe (= Drehgelenk) zwischen Deichsel und Vorbau fest?
  • Reifendruck ok (ca. 2,5 -3 bar)?
  • Beleuchtung funktionsfähig?

Der Hänger muss vor Diebstahl gesichert werden und sollte über Nacht nur in gesicherten Räumlichkeiten (Haus, Garage, etc.) geparkt werden. Schlösser bitte selbst mitbringen. Schäden oder gar der Verlust (Diebstahl) müssen von der ausleihenden Person getragen werden. Ebenso sind Forderungen von Dritten (z.B. Unfall) selbst abzuwickeln.

Der Hänger muss vor Witterungseinflüssen geschützt werden (trockener Unterstand oder Plane über Nacht/ längere Zeit). Eine schonende Fahrweise ohne Überfahrt von Randsteinen, Schlaglöchern, etc. ist angesagt.

Eine gute Ladungssicherung ist wichtig. Zum Verzurren der Ladung sind nur Gurtbänder geeignet, die sich als Ring (um den Hänger samt Ladung) schließen lassen (keine Hakenbänder, Gummispanner, etc.), denn es gibt keine Zurrösen. Gurtbänder bitte selbst mitbringen.

Die maximale Zuladung beträgt 150 kg. Dabei ist auf eine ausgewogene Beladung zu achten, die ihren Schwerpunkt mehr oder weniger auf Höhe der Mitte der Ladefläche (Längsachse) haben muss. Bei zu hecklastigem Schwerpunkt kann das Vorderrad den Bodenkontakt und damit seine Lenkfähigkeit verlieren. Der Hänger würde in kritischen Situationen dann seine Auflaufbremsfunktion verlieren und außer Kontrolle geraten. Zu frontlastige Beladung führt zu einer Überlastung des Vorderrades.

Es ist nicht einfach einen über 100 kg schweren Hänger mit Muskelkraft eine auch nur mittelmäßige Steigung hoch zu ziehen. Es lohnt sich meist abzusteigen (auch mit Pedelec). Achtung beim Anhalten bergauf. Die Auflaufbremse wirkt dann nicht!

Beim Einschlagen ist auf ein weites Ausholen zu achten, denn der Hänger läuft ein wenig zum Kurveninneren und ist deutlich breiter als ein normales, einspuriges Fahrrad.

Das Zugfahrrad muss bei der Übergabe dabei sein. Es muss in einem verkehrssicheren Zustand sein, denn der Hänger bremst nur, wenn das Zugfahrrad das Bremssignal (= ausreichende eigene Bremsung) geben kann. Der Hänger darf nur mit diesem Fahrrad gezogen werden. Generell ist der Hänger nur für den Handbetrieb oder an Fahrrädern und Pedelecs gedacht (keine E-Bikes, Mofas, Kraftfahrzeuge).