Karren

Handkarren

Schubkarren sind nützlich für den Transport von Schüttgut, Baustoffen, etc. Sie können gut über das Rad nach vorne abgekippt werden und lassen sich durch den weit hinter dem Rad liegenden Schwerpunkt stabil und „ruckelfrei“ über Schwellen und Absätze schieben. Der hinter dem Rad liegende Schwerpunkt und die entsprechend hohen Haltekräfte sind gleichzeitig ein schwerwiegender Nachteil, vor allem bei länger andauernder Nutzung.

Im Folgenden ist ein Konzept für einen multifunktionalen Handkarren skizziert, der als Schub- und Zugkarren eingesetzt werden kann – in der Ebene kann entspannt hinterhergezogen werden, bei Steigung wird kraftsparend geschoben, siehe Ergonomie. Die Ladefläche liegt mehr oder weniger direkt über den Rädern, sodass im Ruhezustand keine nennenswerten Haltekräfte auftreten. Die Holme besitzen verschiedene Griffmöglichkeiten für verschieden große Personen und einen Querbügel der ein kraftsparendes Abstützen beim Schieben ermöglicht. Die Zweispurigkeit ist, ebenso wie die Schwerpunktlage, niedriger Halte- und Stützkräfte geschuldet. Damit trotzdem auf schmalen Pfaden gefahren werden kann, ist die Spurweite gering – entsprechend kippanfällig ist der Karren andererseits.

Neben (Euronorm-)Kisten können diverse gebündelte bzw. schicht- und stapelbare Güter, z.B. Holz-Meterstücke, transportiert werden. Dabei ist der Karren auch für mittlere Distanzen bzw. länger anhaltende Nutzung ausgelegt (geringe Stütz- und Haltekräfte und große, leichtlaufende Räder).

Technische Daten:

  • Ballonreifen für Geländegängigkeit und geringe Rollwiederstände
  • Hydraulische Felgenbremse (kein kniebelastendes Stoppen und Bremsen bergab!)
  • Ladefläche: 0,8×0,6 m = Platz für zwei EURO-Normkisten
  • Ladungssicherungsbügel vorne und hinten einsteckbar
  • ggf. Beleuchtung mit Nabendynamo (Frontscheinwerfer und Rücklicht beides hinten)
  • ggf. Nabenmotor (28″-Motor in 20″-Felge eingespeicht für geringere Geschwindigkeiten und entsprechend mehr Drehmoment)

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Rucksackkarren

Einen weiteren Karren baute ich mir für Reisen mit schwerem Rucksack, um knie- und rückenschonend unterwegs sein zu können. Der Karren wird mit einem Gummispanner an der Rückseite des Rucksacks angebracht, sodass der Rucksack mitsamt dem Karren bei Bedarf (z.B. Treppen) auch getragen werden kann.

Die Rollen stammen von ausgemusterten Rollstühlen. Zwei Querstreben ermöglichen das Anbringen einer Radtasche in zwei Positionen, sodass der Karren zum Einkaufstrolley wird.