Low-Tech

Zukunftsfähige Technik für ein „gutes Leben“ sollte dringenden Bedürfnissen entsprechen, sparsam mit Energie und Ressourcen umgehen, gute Arbeit in der Herstellung ermöglichen und mit überschaubaren Mitteln herstell- bzw. reparierbar sein. Low-Tech spielt, neben High-Tech, in diesem Technikverständnis eine wichtige Rolle.

Eigenschaften von Low-Tech

  • menschliches Maß in Bezug auf Größe, Komplexität und Kosten
  • funktional, minimalistisch, auf die Kernfunktion reduziert
  • robust und langlebig (Ausnahme: Recyclingmaterialien)
  • einfach aufgebaut in Bezug auf Kenntnisse, Werkzeuge, Materialien
    • nachbaubar
    • dokumentierbar
    • fertigungsgerecht
    • reparierbar
    • demontier- und recyclebar
    • umbau- und anpassbar an veränderte Nutzungszwecke

Diese Prämissen bedingen sich gegenseitig. Sie führen zu einem modularen Aufbau der Objekte. Dieser modulare, übersichtliche und simple Aufbau erleichtert Selbstbau, Reparatur und Recycling. Er ermöglicht auch den Austausch defekter, irreparabler Komponenten.

Das Verständnis der Wirkungsweise ist für die Anwendung bei Low-Tech in einem höheren Maße notwendig, als bei „moderner Sorglos-Komfort-Technik“. Ein Weniger an technischer Funktion muss mit einem Mehr an menschlichen Eingriffen kompensiert werden. So können technische Objekte schlank gehalten und auf die wesentliche Kernfunktion reduziert werden. Dies ermöglicht eine hohe Reparierbarkeit und damit eine lange Lebensdauer der Produkte. Zudem werden durch das Funktionsverständnis der Nutzer*innen im Idealfall Falschanwendungen minimiert. Das Verstehen der Funktion und der Zusammenhänge ist notwendige Bedingung für einen bewussten Umgang mit Technik.

Ein Beispiel

weiterführende Infos