Vorteile

Vor- und Nachteile des Mähens mit der Handsense

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  • ökologische Wiesenpflege möglich: alle Sinne sind dabei, menschliches Maß an Geschwindigkeit: Sichtbarkeit (Rehkitz rechtzeitigt entdeckt, etc.)

  • Selektive Mahd, Mosaikmahd, Staffelmahd ist besonders gut möglich

  • Naturverträglichkeit des Mähprozesses:
    geringe Invasivität (Hummelnest wird nur übermäht, etc.), geringe Verluste an Insekten, Wirbeltieren und Co, geringe Bodenverdichtung

  • glatter Schnitt: schnelles Verheilen und Wiederaustreiben der Pflanzen, geringes Verpilzen der Schnittstellen lässt Heu für Weidetiere deutlich attraktiver werden, als Futter mit zerfaserten „Schnittstellen“

  • keine schädlichen und störenden Emissionen:
    keine Abgase, keine Vibrationen, keine Lärmbelastung, kein Kunststoffabrieb; Wichtig für Personal und Umgebung! (keine gesundheitsschädlichen Vibrationen: Hand-Arm-Vibrationssyndrom, Weißfingerkrankheit)

  • Klima- und ressourcenfreundlich:
    mäht mit einem Bruchteil der Leistung einer Motorsense vergleichbar schnell!

  • Naturerlebnis: Mit allen Sinnen in Umwelt eintauchen
    ohne Störung durch Lärm, Vibration, Abgas

  • Flächenleistung vergleichbar oder schneller der einer Motorsense/ eines Freischneiders (i.d.R. 2 bis 6 Ar/ h)

  • Nutzbar von kurzem Rasen bis zum Roden von Brombeerdickichten und Heckenschnitt

  • Geringe Unterhaltskosten

  • Keine schwere Schutzausrüsung nötig
    –> Arbeiten im Sommer – Schwitzen…

  • Im Verkehrsraum kein weiteres Personal nötig (kein Tragen von Schutzmatten gegen Steinschlag)

  • Keine Verschmutzung durch Hundekot und Co durch schnell rotierende Teile (Aerosolbildung, Spritzwirkung…)

  • Leicht: Transport mit dem Fahrrad möglich!

  • Konviviales Werkzeug/ Low-Tech:
    Reparierbarkeit, Übersichtlichkeit, Langlebigkeit, menschliches Maß
    –> macht nicht abhängig und hilflos, keine „Blackbox-Technik“

  • Direktes Feedback und Selbstwirksamkeitserfahrungen
    –> kein Gefühl, ein Maschinenknecht zu sein

  • geschicklichkeitsfördernd; Ermächtigend durch Lern- und Erfahrungsräume (u.a. das eigene Werkzeug beherrschen, erschaffen, in Stand halten)

  • Fitness und Körpergefühl
    gesundheitsfördernde Bewegungen in moderater, körperschonender Belastungsintensität

  • Macht im Team besonders Freude

  • geringe Flächenleistung im Vergleich zu Rasen-, Wiesenmäher oder Balkenmäher

  • Sehr verletzliche Schneide!
    Probleme bei fremdkörperreichen Flächen (Steine, Äste, Wurzelstöcke, Gehölztriebe, Flaschen, etc.)

  • gewisse Hürden beim Erlernen:
    Mähtechnik, Pflege&Schärfen, Einschätzung des günstigen Mähzeitraumes, etc.
    Erfahrung und Kenntnisse notwendig

  • Überlastung von  Fingergelenken (Handarbeit!), der Lendenwirbelsäule, des Schultergelenks (am Schubarm), etc. im professionellem Einsatz bei Nichtbeachtung körperschonender Techniken bzw. ohne Ausgleichsübungen oder bei einem Übermaß möglich

  • Je nach Mähsituation sehr unterschiedlich in körperlicher Anforderung und Aufwand
    –> Taufeuchter, junger Aufwuchs vs. überständiger, niederliegender, trockener Aufwuchs…

  • Teilweise geringes Zeitfenster bezüglich günstigem Einsatzzeitpunkt (Taufeuchte, Vegetationszustand)
    –> hoher Anspruch an Planung und Einschätzung + ggf. dennoch Arbeitspeaks