Sense

Die Sense ist ein sehr effizientes Handwerkzeug zum Mähen und Ernten von allerlei Biomasse und Kulturen. Sie hat durchaus auch heute noch ihre Berechtigung, z.B. beim ökologischen Pflegen von (Streuobst-)wiesen oder zur Gewinnung von Mulchmaterial in (Permakultur)Gärten. Als Jugendlicher konnte ich bei der Bewirtschaftung von zweischürigen Streuobstwiesen dabei erste Erfahrungen machen. Die Faszination dieses einfachen, wie wirkungsvollen und flüssigen Vorgangs lies mich nicht mehr los.

Es gibt einige gute Infos zum Mähen mit der Sense, zum Dengeln, Wetzen, zu Kauf und Reparatur. Z.B. veranschaulicht www.sensenwerker.de sehr umfassend und anschaulich die Bestandteile einer Sense, deren Unterhalt, samt gut erläuterter Theorie dazu. Unter www.hartmannundhaus.de, die Regionalgruppe om Netzwerk Blühende Landschaft Tübingen, finden sich gute Lehrvideos zum Mähen an sich.

Weniger als Lehrfilm, als um einen Eindruck von der Arbeit mit einer Sense zu gewinnen zeigt diese landeskundliche Fimdokumentation vom Landschaftsverband Rheinland u.a. das Dengeln und Mähen eines Getreidefeldes im Hunsrück im Jahr 1966. Eine seltene Aufnahme einer in früheren Zeiten so gewöhnlichen Tätigkeit.

Ich möchte mich hier mit der Ergonomie und Bauweise der Sense auseinandersetzen, um zu prüfen, ob es hier, wie von mir vermutet, Verbesserungspotenzial gibt. Dazu entwickelte ich eine frei verstell- und anpassbare Testsense. Die Handsense wurde seit einigen Jahrzehnten nicht mehr weiter entwickelt, sodass hier durch neue Materialien und Bauweisen bestimmte, ggf. limitierende Faktoren der klassischen Sensenbauweisen überwunden werden könnten. Entsprechende Verbesserungspotenziale sehe ich insbesondere in der individuellen Anpassbarkeit an Mensch und Mähaufgabe bzw. der Optimierung des Mähvorgangs insgesamt.

Ziel dieses kleinen Praxisforschungsprojektes wäre auch die Umsetzung der Ergebnisse in eine praxistaugliche und fertigungsgerechte Sensenbauform.

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