Liegerad

Ein Langliegerad mit moderater Tretlagerüberhöhung, einer gemäßigten Sitzhöhe um 50 cm, mittlerer bis flacher Lehnenneigung (45°), Untenlenker, Hinterrradfederung, Ballonreifen und Vorderradmotor. So ein Vehikel ist prima für Tagestouren oder Pendelstrecken über Land.

Zur Ergonomie von Liegerädern ist, bei der Vielzahl an Geometrien und Liegeradtypen zu sagen, dass meiner Ansicht nach Sesselräder mit einer „Tretlagerunterhöhung“, also einer negativen Tratlagerüberhöhung in Bezug auf die Sitzhöhe, Probleme verursachen können. Bei längeren Strecken macht sich die Lastverteilung auf die Po-Muskeln bemerkbar. Diese sind nicht für diese Aufgabe (bei gleichzeitiger Beanspruchung der Muskeln) gemacht, sodass sie anfangen zu schmerzen bzw. einzuschlafen. Zudem stört die Sitzvorderkannte, je nach Sitzbauform, mehr oder weniger den Bewegungsablauf. Eine gestreckte Pedalbewegung mit vermehrter Einbeziehung der unterseitigen Muskelgruppen (ziehender Tritt!) wird gestört und die Knie dadurch übermäßig beansprucht.

Deswegen gibt es für mich eine „ergonomische Lücke“ zwischen Hollandrad und Liegerädern mit einer mittleren Tretlagerhöhe (Tretlager etwa auf Höhe der unteren Sitzfläche). Die sogenannten Sesselräder, die diese Lücke füllen, mit aufrechter Sitzhaltung und tiefem Tretlager machen in manchen Fällen dennoch Sinn und bei kurzen Strecken macht sich obige Problematik auch nicht bemerkbar.

Bei Aufrechträdern, also normalen Fahrrädern sitzt mensch auf den knöchernen Sitzhöckern des Beckenknochens. Die können bei langen Strecken zwar auch zu schmerzen beginnen, haben jedoch keinen negativen Einfluss auf den Bewegungsablauf und die Muskulatur.

Ich bevorzuge bei Liegerädern deswegen eine leichte Tretlagerüberhöhung und einen eher weiten Körperwinkel mit flacher Lehne mit gleichmäßiger Lastverteilung auf Po und Rücken.

 

Vorläufiger Bauplan:

Langliegerad_Zeichnung20210615.pdf
Langliegerad_Skizzen_20210614.pdf